So viel geben Schweizer für die Ferien aus

Ob an den Strand oder in die Berge: Der Sommer ist die Hauptreisezeit der Schweizer. Eine Studie zeigt, wie viel sie sich das kosten lassen.

Die langen Sommerferien sind gut für die Entspannung, aber schlecht fürs Konto – denn Reisen wird schnell teuer. Eine neue Umfrage zeigt allerdings: Viele Schweizer nehmen das gern in Kauf. Ein Drittel der Schweizer investieren ihr Erspartes sogar am liebsten in die Ferien, so die Studie der Reise-Suchmaschine Momondo.ch. Ausgang (14 Prozent), Kleidung (12 Prozent) und Gesundheitsprodukte (10 Prozent) folgen auf den weiteren Spitzenplätzen.

 

Konkret nach dem Budget für die Sommerferien 2017 befragt, gab jeder Dritte an, in seinem Haushalt seien dafür zwischen 2161 und 5400 Franken vorgesehen. Jeder fünfte Befragte hat ein Budget zwischen 1081 und 2160 Franken zur Verfügung – weniger muss für lediglich 16 Prozent reichen.

 

Ausgabefreudiger als die Nachbarn

 

Demgegenüber investieren 17 Prozent mehr als 5400 Franken für die perfekten Ferien, wovon 4 Prozent sogar mehr als 10'800 Franken ausgeben. «Damit gehören die Schweizer international zu den spendierfreudigsten Touristen, gerade auch im Vergleich mit unseren Nachbarländern», stellt Natalie Stein von Momondo fest.

 

Und weiter: «Lediglich 8 Prozent der Deutschen und Österreicher und 9 Prozent der Italiener und Franzosen wollen für Ferien mehr als 5400 Franken ausgeben.»

 

Flohmarkt bessert die Reisekasse auf

 

45 Prozent der Deutschschweizer und 55 Prozent der Westschweizer legen regelmässig Geld zur Seite, um sich die gewünschten Ferien leisten zu können. Jeder zehnte Schweizer verkauft zudem persönliche Gegenstände auf Flohmärkten oder auch online, um die Reisekasse aufzubessern.

 

Auch ein Ferienkonto mit Freunden und Verwandten ist beliebt, so bezahlen in der Deutschschweiz 5 Prozent und in der Romandie 14 Prozent Geld in eine gemeinsame Reisekasse ein. Schulden nehmen hingegen die wenigsten Schweizer in Kauf: «Lediglich 2 Prozent können sich vorstellen, für Ferien Geld von Freunden oder auch der Bank auszuleihen», erklärt Stein.

 

20min.ch, Juni 2017