Hierhin zieht es Schweizer in die Sommerferien

Die Flugvergleichsplattform Momondo hat für BLICK exklusiv ausgewertet, wohin es Schweizerinnen und Schweizer im Sommer zieht und was sie für die Flugreise im Schnitt bezahlen.

Winter, Kälte und Schnee jetzt – Sommer, Sonne und Wasser irgendwann. Kein Wunder beschäftigen sich viele Schweizer schon im Januar mit ihren Sommerferien. Die Flugvergleichsplattform Momondo hat für BLICK exklusiv ausgewertet, was aktuell ganz oben auf der Such-Hitliste steht*. Und zu welchem Preis die Trend-Destinationen im Angebot sind.

 

Portugal steht demnach bei Schweizer Touristen für die Sommerferienzeit im Juli und August hoch im Kurs. Es ist die meistgesuchte Destination überhaupt in dieser Zeitspanne. Noch vor den USA.

 

USA nicht mehr so gefragt

Im vergangenen Januar war das noch umgekehrt. Vielleicht haben die Schlagzeilen rund um den Shutdown von Präsident Donald Trump (72) die Reiselaune für die USA etwas getrübt. Schliesslich waren von der Stilllegung der Verwaltung auch Museen und Nationalparks betroffen. Auch preislich liegt Portugal gegenüber den USA im Vorteil. Im Schnitt kosteten Flugtickets dorthin 244 Franken. In die USA dagegen 828.50 Franken.

 

Eine Aufwärtstendenz zeigt sich bei der Türkei. Im Januar 2019 zählte Momondo für die Destination am östlichen Mittelmeer am drittmeisten Suchanfragen. Im Jahr zuvor war die Türkei nur das sechstbeliebteste Ziel. Die erhöhte Nachfrage spiegelt sich auch im Preis wieder.

 

Türkeiflüge haben sich verteuert

Im Schnitt sind die Türkeiflüge zwölf Prozent teurer als im Vorjahr. Nach wie vor beliebt sind die Badedestinationen Spanien, Italien und Griechenland. Doch auch weiter entfernte Ziele wie Thailand, Kanada und Indonesien werden häufig gesucht. Schliesslich schaffen es auch der Kosovo und Mazedonien auf die Hitliste.

 

Besonders Flüge in den Kosovo hatten letztes Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Die Preise sind in der Hauptsaison hoch und werden gemäss der Momondo-Auswertung noch höher. Kosovo-Reisende waren daher 2018 auf vermeintlich günstigere Anbieter ausgewichen. Diese entpuppten sich aber als Betrüger. Den Buchenden blieb viel Ärger und verlorenes Geld. 

 

Ägypten-Nachfrage verharrt auf tiefem Niveau

Nicht unter den beliebtesten Reisezielen ist Ägypten. 2018 berichteten Reiseanbieter wie Hotelplan und Tui aber wieder von steigender Nachfrage – auf noch tiefem Niveau. Dass diese Tendenz anhält, dafür spricht der steigende Preis. Wer im Januar nach Flügen ins Land der Pyramiden gesucht hatte, musste feststellen, dass diese im Schnitt vier Prozent teurer sind als ein Jahr zuvor.

 

Mit ihren steigenden Durchschnittspreisen sind Ägypten oder Kosovo aber in der Minderheit. Sieben der zehn Topziele gabs gemäss der Momondo-Analyse im Januar nämlich günstiger. Mit 22 respektive 19 Prozent war der Abschlag bei Flügen nach Kanada und in die USA am höchsten. Aber auch wer nach Portugal, Spanien und Griechenland wollte, kam günstiger weg. 

 

* Auswertung von Ende Dezember bis Ende Januar.

 

Am Montag sind Flüge günstiger

Bei Flugbuchungen ist der richtige Zeitpunkt Gold wert. Doch wann ist dieser richtige Zeitpunkt? Die jährliche Analyse von Momondo kommt zum Schluss, dass Europaflüge am besten für Montag gebucht werden sollten. Dann sind Tickets am günstigsten. Kontinentalflüge sollte man dagegen auf den Dienstag buchen. Nicht empfehlenswert ist in beiden Fällen der Samstag. Dann nämlich waren die Preise am höchsten. Auch die Abflugzeit spielt eine Rolle. Auf den Mittag sollte diese legen, wer in Europa unterwegs ist. Auf den Nachmittag dagegen, wer weiter wegwill.

 

Noch grösser ist das Sparpotenzial aber beim richtigen Buchungszeitpunkt. Am günstigsten an Europaflug-Tickets kommt demnach, wer 50 Tage vor der Abreise bucht. Fast ein Drittel sollen Buchende so sparen können. Bei Interkontinentalflügen empfiehlt es sich dagegen, sogar 74 Tage im Voraus zu buchen. Hier allerdings können die Buchenden nur 16 Prozent sparen. Julia Fritsch

 

blick.ch, Februar 2019